Was ist eigentlich Beton?
Beton besteht aus Kies, Sand, Wasser und Zement – also praktisch nur aus natürlich mineralischen Werkstoffen. Daher verfügt der Baustoff Beton auch über eine hervorragende Öko-Bilanz. Er ist darüber hinaus widerstandsfähig, dauerhaft, zeitlos schön und kann ggf. problemlos recycelt und wieder verwendet werden.
Qualitätsleitlinien bei der Herstellung von Pflastersteinen
Um dem Beton die erforderliche Druckfestigkeit zu verleihen, ist neben Sand, Wasser und Zement vor allem auch ein bestimmter Kornanteil (Kies oder Splitt) zwingend erforderlich. Der Beginn der maschinellen Betonsteinfertigung bestand zunächst in der Herstellung einschichtiger Steine ohne Vorsatz. Auf solchen Steinoberflächen waren die Grobkörner sichtbar. Derartige, einschichtige Steine waren zwar durchaus funktionell aber optisch nicht gerade ansprechend. Diese Art der Fertigung wird heute kaum noch praktiziert. Die moderne Betonsteinfertigung erfolgt i.d.R. zweischichtig, d. h. mit einem so genannten Kernbeton, der die Festigkeit des Steins gewährleistet und einer 8 - 10 mm dicken Vorsatzschicht aus Sand, Zement und ggf. Farbe, die dann für eine gleichmäßigere, geschlossenere Oberfläche sorgt. Unsere Betonwaren werden nach höchsten Qualitätsmaßstäben hinsichtlich der eingesetzten Rohstoffe und mit modernsten Fertigungsanlagen hergestellt. Bei unserem zweischichtig hergestellten Pflaster- und Plattenprogrammen gibt es neben den Produkten mit unbehandelten Oberflächen auch eine Vielzahl mit veredelten Oberflächen, die auf verschiedenen Bearbeitungsverfahren basieren. Nachfolgend hierzu einige Erläuterungen:
1.Betonsteinpflaster mit unbehandelten Oberflächen:
Ein solcher Stein besteht aus ca. 7 cm Kernbeton (bei 8 cm Gesamtstärke) und einem ca. 1 cm dicken Vorsatz aus edlen Gesteinskörnungen, Brechsand, Zement und lichtechter, UV-beständiger Eisenoxidfarbe. Die Oberflächen werden nicht weiter behandelt. Das Natursteinmaterial wird selbstverständlich auf die gewünschte Farbe des Pflastersteines abgestimmt, d. h. bei der Farbe Naturbraun wird z. B. Porphyr verwendet, bei Anthrazit Basaltmehl. Dieser aufwendige Materialeinsatz ist auf den ersten Blick kaum erkennbar. Treten im Laufe der Jahre allerdings erste Abriebserscheinungen an der Oberfläche auf, sieht man dann nicht die farblich abweichenden Sandkörnchen hervortreten. Die der Farbe des eingefärbten Steins ähnlichen Natursteinkörnchen fallen weitaus weniger auf. Außerdem lassen sich so auch die von Anfang an bei den eingesetzten Naturmaterialien nicht völlig zu vermeidenden Farbschwankungen noch reduzieren. Bei den farbigen Steinen kann nur das Bindemittel Zement eingefärbt werden. Hierfür verwenden wir nur die besten, UV-beständigen lichtechten Eisenoxid-Farbpigmente. Die Kombination mit den eingesetzten, hochwertigen Vorsatzmaterialien gewährleisten dauerhaft ein Höchstmaß an Farbbeständigkeit.
2. Betonsteinpflaster mit wassergestrahlten Natursteinedelsplittbeton-Oberflächen
Der Aufbau ist hier praktisch identisch mit dem des unbehandelten Betonpflasters. Der Vorsatz wird in einem der Produktion unmittelbar nachgelagerten Verfahren in frischem Zustand mehr oder weniger fein ausgewaschen, von der Zementschlämme befreit, so dass das Natursteinkorn in seiner vollen Schönheit und mit dem Glanzeffekt voll zur Geltung kommt. Hier den genau richtigen Auswaschungsgrad zu treffen erfordert Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Abhängig von den im Vorsatz verarbeiteten Körnungsgrößen und der Intensität der Auswaschung entstehen bei dieser Art der Oberflächenbearbeitung Strukturen von fein bis rau.
3. Betonsteinpflaster mit strukturierten Natursteinedelsplittbeton-Oberflächen
Wie beim Wasserstrahlen, bei gleichem Grundaufbau der Steine, werden hier unmittelbar nach der Fertigung die Oberflächen mit speziellen, rotierenden Bürsten bearbeitet, mit denen man den besonderen Charakter der aufgerauten Oberflächen bewirkt.
4. Betonsteinpflaster mit kugelgestrahlten Natursteinedelsplittbeton-Oberflächen
Der Aufbau ist auch hier identisch. Allerdings wird hier die Zementschlemme nicht sofort ausgewaschen, sondern das Material wird zunächst erst einmal gelagert, bis es den erforderlichen Aushärtungsgrad erreicht hat. Danach werden die Steine in einem zweiten Arbeitsgang „gestrahlt", d. h. sie werden mit feinen Stahlkugeln beschossen. Das Ergebnis sind feinstrukturierte Oberflächen, die einem massiven Naturstein sehr ähnlich sind.
5. Betonsteinpflaster mit geschliffenen Natursteinoberflächen
Dieses Verfahren ist das aufwändigste Verfahren bei der Oberflächenveredelung.
Wie beim Kugelstrahlen müssen die Steine mit den besonders für das Schleifen ausgewählten Natursteinedelsplittbeton-Oberflächen erst aushärten. Vor dem eigentlichen Schleifen werden die Steine bzw. Platten rückseitig kalibriert, um einen sauberen, homogenen Oberflächenschliff zu gewährleisten. Außerdem werden hierbei Höhendifferenzen beseitigt. Dann werden die Steine gewendet, und der eigentliche Oberflächenschliff erfolgt. Durch das Feinschleifen entstehen dann die schönen glatten Oberflächen, die aber dennoch rutschfest sind. Die geschliffenen Granit- oder anderen Edelsplittkörner sind in ihrem Aufbau deutlich sichtbar und die Steine und Platten verfügen über einen seidigen Schimmer. Die geschliffenen Steine können danach noch zusätzlich kugelgestrahlt werden - dieses Verfahren verleiht den Steinen eine Ausstrahlung,, die vom Naturstein kaum noch zu unterscheiden ist.